Ein Kind hat vor Mathestunden und vor allem vor Prüfungen sehr große Angst zu versagen, selbst wenn es gut gelernt hat.
In der Vergangenheit hat ein Lehrer folgendes zu ihm gesagt: "Wie oft soll ich dir das noch erklären? Du verstehst es einfach nicht".
Das Kind fühlte sich in diesem Moment traurig, wütend oder minderwertig.
Später in einer Mathe Prüfung in der Schule kommt plötzlich wieder dieses Gefühl hoch und löst eine Blockade im Denken aus. Das Kind kann das Gelernte nicht abrufen, schreibt eine schlechte Note und hat ab jetzt jedes Mal Angst wenn eine Mathematikprüfung ansteht.
Was hilft hier?
Ich gehe mit dem Kind in die Vergangenheit, in den Moment als das negative Gefühl entstanden ist, entferne es, ersetze es durch ein neues, gutes Gefühl und verstärke es mit speziellen Ankern wie Farben, Düften oder Glaubenssätzen.
Die Erinnerung an den Tag mit dem Lehrer ist für das Kind immernoch da, allerdings fühlt es sich nicht mehr so belastend an. Das Kind hat zusätzlich noch verstanden dass die Lehrperson an diesem Tag vielleicht innerlich gestresst war, weil die Klasse sehr laut und anstrengend war. Das Kind versteht daß die Äußerung also nicht persönlich gemeint war und kann dem Lehrer vergeben.
In der nächsten Prüfung fühlt sich das Kind wieder gestärkt und seinen Gefühlen nicht mehr hilflos ausgeliefert.